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Verfolgen Sie den Herbstzug telemetrierter Schreiadler

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Jedes Jahr im September brechen die Schreiadler zu ihrem 10.000 Kilometer langen Winterzug ins südliche Afrika auf. Kein anderer heimischer Greifvogel legt eine solche Distanz zurück, Rotmilane ziehen zum Beispiel nur bis Südeuropa oder nach Nordafrika und für die Wiesenweihe endet der Winterzug südlich der Sahara. Als sogenannter Thermiksegler müssen Schreiadler über Land ziehen, um über weite Strecken gleiten zu können. Den Herbstzug einiger telemetrierter Schreiadler können Sie ab sofort wieder auf der Seite www.Satellite-Telemetry.de verfolgen. Die beiden Adler-Protagonisten „Rainer“ und „Felix“ senden bereits seit 2009 bzw. 2010, als sie im Rahmen eines Projektes der Deutschen Wildtier Stiftung zum Jungvogelmanagement telemetriert worden sind.

 

Erfahrene Schreiadler ziehen aus Deutschland in Richtung Süd-Osteuropa und überqueren mit dem Bosporus die Meerenge zwischen Europa und Kleinasien. Danach passieren sie die Sinai-Halbinsel und erreichen mit der Überquerung des Suezkanal den Afrikanischen Kontinent. Bei der Überquerung der Länder des Nahen Ostens, aber auch im Süden der Türkei sind Schreiadler immer noch durch illegale Jagd gefährdet. Ab Mitte November hält sich der größte Teil der Schreiadler in Simbabwe, Sambia, Mosambik, dem Norden Namibias sowie dem Nord-Osten Südafrikas auf. Die Greifvögel folgen hier den Regenfronten, die für ein gutes Nahrungsangebot sorgen.

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