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Übung macht den Meister!

Auch bei Schreiadlern gilt: Übung macht den Meister. Deshalb dreht Pepe jetzt täglich seine Runden über dem Horst und erkundet die nähere Umgebung, um dann sanft wieder in seiner ehemaligen Küken-Kinderstube zu landen. Er wird seine erste große Reise Richtung Afrika bereits in wenigen Wochen antreten. Es ist ein anstrengender Langstrecken-Flug, der Pepe bevorsteht. Nur wenn Schreiadler stark und kräftig sind, schafften sie am Tag bis zu 250 Kilometer. Sie sind exzellente Segelflieger.

 

Pepe muss die 10.000 Kilometer über den Äquator bis ins südliche Afrika allein schaffen: Seine „Eltern“ haben sich schon vor ihm auf den Weg gemacht. Bei der Überquerung von Ländern wie Syrien, Libanon und dem Süden der Türkei droht Schreiadlern immer wieder der Abschuss durch Wilderer. Dabei ist der Flug selbst schon Kräfte zehrend – die Verluste unter Jungvögeln sind immens.

 

Die Route, die Pepe fliegen wird, ist in seinen Genen vorprogrammiert, die Zugrichtung ist angeboren. Zunächst wird er Richtung Bulgarien und von dort Richtung Türkei ans Schwarze Meer fliegen. Hier trifft er wahrscheinlich auf Artgenossen, die alle über den Bosporus fliegen. Als Thermikflieger müssen Schreiadler die Überquerung des Mittelmeers meiden. Für die Strecke vom Bosporus bis in den Sudan brauchen die Greifvögel etwa zwei Wochen.

 

Hier finden Sie die Flugrouten der Schreiadler

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