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Schreiadler erreichen Afrika

 

Für Schreiadler sind die Herbstmonate Reisezeit: Sie ziehen aus ihren Brutgebieten im nördlichen Europa bis ins südliche Afrika, wo sie den Winter verbringen. Die ersten Schreiadler haben in den vergangenen Tagen auf ihrem Herbstzug bereits Afrika erreicht. Mit sehr wenigen Ausnahmen fliegen alle Schreiadler der Welt über den Bosporus und danach über Israel, wodurch Ornithologen jedes Jahr die Möglichkeit haben, den Weltbestand der bei uns vom Aussterben bedrohten Adlerart zu schätzen – im vergangenen Jahr sogar mit einem Spitzenergebnis.

 

In den kommenden Wochen ziehen die Schreiadler weiter an der Westküste des Roten Meeres bis auf Höhe des Horns von Afrika und folgten dann dem Ostafrikanischen Graben, dem Great Rift Valley. Anschließend umfliegen sie den Viktoriasee im Westen und den Tanganjikasee im Osten und erreichen Anfang November die Grenzen Sambias und damit die nördlichen Teile ihres Überwinterungsgebiets. Der größte Teil der Population hält sich während der Winterwochen in einem Kerngebiet auf, das die Länder Simbabwe, Sambia, Mosambik, den Norden Namibias sowie den o. g. Nordosten Südafrikas umfasst.

 

In diesem Jahr konnte per Telemetrie erstmalig nachgewiesen werden, dass ein Paar gemeinsam den Brutplatz verließ und den Winterzug begann. Alle bisherigen Untersuchungen hatten einen getrennten Abzug der Partner ergeben. Aktuelle Informationen zum Winterzug finden Sie auch auf der Seite der Märkischen OnlineZeitung.

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