GPS-Telemetrie, Greifvögel, Senderdaten
Zugverlauf telemetrierter Schreiadler

Reise nach Afrika – dem Sommer hinterher

Petra und Arlie sind schon in Afrka! Beide Schreiadler haben etwa zeitgleich am 20. September den Suezkanal überflogen und damit den afrikanischen Kontinent erreicht. Das Besondere: Petra und Arlie tragen beide einen GPS-Sender, stammen aber aus unterschiedlichen Ländern und wurden von unterschiedlichen Forschergruppen telemetriert. Während Petra von der Weltarbeitsgruppe Greifvögel e.V. in Deutschland besendert wurde, stammt Arlie aus Rumänien und wurde dort durch die Ornithologische Gesellschaft (Milvus Group) besendert. Die Zugrouten von Petra und Arlie und weiteren zehn telemetrierten Schreiadlern können in den nächsten Wochen detailliert verfolgt werden. Sie alle wurden europaweit bei verschiedenen Projekten mit einem Sender ausgestattet und ihre Ortungsdaten werden auf verschiedenen Internetseiten ständig aktualisiert.

Verfolgen Sie hier den Zug der telemetrierten Schreiadler in Echtzeit.

Die ziehenden Schreiadler sind auf ihrer 10.000 Kilometer langen Reise in den kommenden Wochen zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Eine häufige Todesursache ist leider noch immer die illegale Jagd in den Ländern des Nahen Ostens oder auch in der Türkei. Für junge Schreiadler ist aber auch der Anschluss an erfahrene Altvögel in den kommenden Wochen überlebenswichtig. Das zeigen die neuesten Auswertungen der Telemetriedaten. Zogen Jungadler aus Deutschland allein los, wählten sie häufig die Richtung Süden und verendeten oft zwischen Italien und Afrika im Mittelmeer. Mit erfahrenen Altvögeln ziehende Jungadler flogen dagegen auf dem richtigen Zugweg nach Südosten und erreichten so den Bosporus.

Aktuelle Forschungsergebnisse zum Zug der Schreiadler finden Sie hier.