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Erste Schreiadler erreichen Winterquartier

Jungadler
Alle Schreiader dieser Welt haben in den letzten Wochen ein vielfältiges Reiseprogramm hinter sich gebracht: Erst vor wenigen Wochen überquerten sie den Bosporus und erreichten wenige Tage später mit der Querung des Suez-Kanals schließlich Afrika. Dann zogen sie an der Westküste des Roten Meeres bis auf Höhe des Horns von Afrika und folgten dann dem Ostafrikanischen Graben, dem Great Rift Valley. Sie umflogen den Viktoriasee im Westen und den Tanganjikasee im Osten. Bald sind sie jedoch am Ziel ihrer Reise angekommen.

 
Die ersten Schreiadler erreichen in den nächsten Tagen die Grenzen Sambias und damit die nördlichen Teile ihres Überwinterungsgebiets. Schreiadler überwintern etwa vom mittleren Tansania bis in den Nordosten Südafrikas. Der größte Teil der Population hält sich während des Winters in einem Kerngebiet auf, das die Länder Simbabwe, Sambia, Mosambik, den Norden Namibias sowie den o. g. Nordosten Südafrikas umfasst.

 
Die Winterhabitate bestehen in erster Linie aus feuchten Savannen. Je nach Nahrungsangebot ziehen sie in den Winterquartieren großräumig umher. Das Winterareal eines mit einem Satellitensender versehenen deutschen Schreiadlers umfasste ein ca. 25.000 km² großes Gebiet in Sambia, ein über mehrere Jahre untersuchter slowakischer Adler suchte in jedem Winter andere Gebiete in den Ländern Simbabwe, Mosambik und Südafrika auf.

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