Flieg, Schreiadler, flieg!

Wussten Sie, dass der Schreiadler im Flug seine Flügel brettartig ausbreitet und damit ein typisch adlerartiges Flugbild hat? Adler sind grundsätzlich ausgezeichnete Flieger, die ihre Beute meist lebend greifen. Ihre sprichwörtlichen „Adleraugen“ erlauben ihnen, kleinste Bewegungen ihrer Beutetiere aus sehr großen Höhen und unter schwierigen Lichtverhältnissen wahrzunehmen.

 

Der Schreiadler braucht dafür offene Landschaften wie Feuchtwiesen und Weiden, wo er sich sogar noch aus 10 Metern Entfernung kopfüber auf seine Beute stürzt. Der wahre Flugkünstler trägt seine Beute – größtenteils Wühlmäuse und andere Kleinsäuger und in Feuchtbiotopen Amphibien – nicht wie andere Greifvögel mit den Fängen, sondern mit dem Schnabel davon.

 

Allerdings jagt der Schreiadler nicht nur aus dem Suchflug und vom Ansitz, sondern auch zu Fuß. Ähnlich wie der Weißstorch etwa durchzieht er Wiesen und Äcker, um seine Nahrung zu finden.